Realisierungswettbewerb 3. Preis / 2. Platz wurde nicht vergeben
VgV-Verfahren
Um-, Erweiterungs- und Neubau Schillerschule Ettlingen

Auszug aus dem Protokoll der Preisgerichtssitzung
Die städtebauliche Idee, mit den geforderten Funktionsbereichen eine Art Campus zu formulieren überzeugt mit einer präzisen und vorsichtigen Körnung. Es entstehen 2 maßstäbliche Neubauten, die mit der Stellung des Sportgebäudes im Park eine interessante Gliederung der Freibereiche entstehen lässt. Als großzügiger und konsequenter Verbindungsbau wird ein Gelenkbau so geschickt positioniert, dass dieser sowohl eine großzügige Empfangssituation nach Süden schafft, als auch überdachte Flächen für den Aufenthalt im Freien. Die überdeckte Gelenkfläche könnte das Herz der gesamten Anlage werden und im Fluktuations – und Kommunikationsbereich eine Art „Marktplatz“ des Schulcampus werden. Trotzdem wird die Zuwegung zu den Pavillongebäuden nicht verstellt, sondern in ihrer Bedeutung angebunden.
Aus denkmalpflegerischer und architektonischer Sicht ist eine sensible Positionierung des straßenbegleitenden Schulbaus festzustellen, da das neue Gebäude zurücktritt, Abstand nimmt und dem Hauptbau seine dominante Rolle belässt. Es ist sowohl gelungen ein separat und barrierefrei direkt erschlossenes Sportgebäude, als auch gut erschlossene Vereinsräume anzubieten.
Insgesamt findet sich die Arbeit im wirtschaftlichen Bereich der Kennwerte. Sie stellt eine alleinstehende Campusidee vor und bietet eine sensible Positionierung maßstäblicher Neubauten im Kontext, die die Bedeutung des bestehenden Schulgebäudes nachhaltig und wohltuend stärkt.

Bruttogrundfläche: 3.370 m²
Bruttorauminhalt: 16.850 m³