Realisierungswettbewerb 1. Preis
Protokoll der Preisgerichtssitzung Mai 2006

Die Arbeit präsentiert sich als baukörperlich differenzierte Großform. Die Parkplätze sind deutlich von der Zugangssituation getrennt angeordnet. Der Zugang bezieht sich auf das nördlich gelegene Freigelände mit Mensa und Sportfläche wie gleichermaßen auf eine gut proportionierte 2-geschossige Halle.

Der Halle zuschaltbar sind Mehrzweckraum und Bewegungsraum, der auch von dem angrenzenden Pausenhof genutzt werden kann. Diese geschickt gelöste Innen- und Außenraum-Kombination lässt vielfältige Nutzungsvariabilität zu. Der Pausenhof als architektonisch definierter Außenraum öffnet sich auf sympathische Weise unprätentiös nach Süden in den Naturraum.

Positiv gesehen wird die Lage der Küche und des Speiseraums: Beide lassen sowohl Bewirtung und Nutzung zur Halle (innen) und Freibereich (außen) zu.

Geschichtet angeordnet ist der dezentrale Verwaltungsbereich mit separater Zugänglichkeit. Die klare Trennung von Fachklassen im Erdgeschoss und Normalklassen im Obergeschoss ermöglicht eine sehr gute Orientierbarkeit. Die einzelnen Klassen sind zu jeweiligen überschaubaren „Päckchen“ angeordnet. Positiv ist ferner die mehrfache Erreichbarkeit der erdgeschossigen Freianlagen auch von den Klassen im Obergeschoss.

Die Behindertengerechtigkeit ist gegeben, die Arbeit liegt mit den wirtschaftlichen Kenndaten im positiven Bereich.

Der Entwurf vermittelt mit seinem ausgewogenen Verhältnis von Introvertiertheit und Extrovertiertheit ein positives Bild einer Schule mit Rückzugsmöglichkeiten für den Einzelnen und gemeinsamen Aktivitäten für alle Schüler- im Inneren und im Äußeren.

Bruttogrundfläche: 2.994 m²
Bruttorauminhalt: 11.083 m³