3. Preis
Realisierungswettbewerb

Die städtebauliche Idee, dem bestehen Pavillon der Oberstufe zwei weitere unterschiedlich große freistehende Gebäude zu zuordnen, wird positiv bewertet. Insgesamt entsteht eine sympathische, lockere Campussituation, die vielfältige Durchblicke und Wegeverbindungen erlaubt. Die Beschränkung auf zwei Geschosse ist selbstverständlich und stärkt den Zusammenhang aller Gebäude. Die Neuverteilung der Nutzungen im Gymnasium ist gut, die Ergänzung der bestehenden Waben mit einem neuen Lehrerzimmer ist stimmig.

Das Mensagebäude ist grundsätzlich räumlich angemessen und gut nutzbar. Der Weg ins Obergeschoss ist sehr angenehm gestaltet. Die Öffnung der Bühne in die Aula ist zu schmal.

Die gut proportionierten Fassaden tragen zu einer Homogenisierung des Erscheinungsbildes des Campus bei. Die Holzhybridkonstruktionen für das Tragwerk und die vorgeschlagene Holzständerfassaden sind ein Beitrag zu einer nachhaltigen Architektur mit günstigem CO2 Fußabdruck.

Die geprüften Kennzahlen lassen ein wirtschaftliches Projekt erwarten. Insgesamt gelingt es den Verfassern, eine gute und der dörflichen Situation entsprechende Lösung anzubieten, die gleichwohl in Bezug auf die Funktionalität nicht in allen Bereichen überzeugen kann.

Bruttogrundfläche: 4.219 m²
Bruttorauminhalt: 17.810 m³